Immer mehr Phishing-Opfer in Deutschland
Berlin (dpa/tmn) - Immer mehr Internetnutzer in Deutschland fallen sogenannten Phishing-Attacken zum Opfer. Nach Angaben des Branchenverbands BITKOM in Berlin stieg die Zahl der geschädigten Nutzer von Online-Banking im vergangenen Jahr um 23 Prozent.
Berlin (dpa/tmn) - Immer mehr Internetnutzer in Deutschland fallen sogenannten Phishing-Attacken zum Opfer. Nach Angaben des Branchenverbands BITKOM in Berlin stieg die Zahl der geschädigten Nutzer von Online-Banking im vergangenen Jahr um 23 Prozent.
Insgesamt hätten Betrüger im Jahr 2006 bundesweit in mehr als 3250 Fällen rund 13 Millionen Euro von den Konten ihrer Opfer abgehoben. Das gehe aus einer BITKOM-Hochrechnung hervor. Auch in diesem Jahr werde die Zahl der Phishing-Opfer um rund ein Viertel steigen.
Als Grund für den Anstieg nennt BITKOM raffiniertere Betrugsmethoden der Cyber-Kriminellen. Nur noch rund zehn Prozent der Schäden entstehen den Experten zufolge durch E-Mails, die auf gefälschte Bank-Seiten verweisen, auf denen die Opfer eigenhändig ihre Kontendaten eingeben müssen. In den meisten Fällen schickten Betrüger per E-Mail einen sogenannten Trojaner - ein Schadprogramm, das die Daten heimlich ausspäht und weitergibt. Anderer Schadprogramme leiteten die Nutzer beim Online-Banking im Hintergrund auf gefälschte Seiten weiter.
Laut BITKOM ist es daher wichtig, die jeweils neuesten Schutzmethoden zu verwenden. Dazu zählt der Schutz des Computers mit einer aktuellen Anti-Viren-Software. Wichtig ist zudem eine gesunde Skepsis beim Empfang von E-Mails sowie Vorsicht beim Aufruf der Webseite der Bank. Die Webadresse sollte immer eigenhändig in die Adresszeile des Browsers eingegeben oder über abgespeicherte Lesezeichen aufgerufen werden. Zusätzlichen Schutz böten auch die Transaktions-Verfahren iTAN, mTAN oder Kartenleser für EC-Karten oder digitale Signaturkarten.
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