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Stichwörter: TV-KarteUSB-Sticks
Wednesday, 13. February 2008

Der PC als Flimmerkiste: Den Rechner mit TV-Karten erweitern

Berlin/Genf (dpa/tmn) - Videos von Internetportalen und hin und wieder eine DVD - so sieht das Standardrepertoire bewegter Bilder auf vielen Monitoren aus. Doch PC und Notebook können auch richtiges Fernsehen empfangen, mit Hilfe spezieller Einsteckkarten oder USB-Sticks.



Am einfachsten lassen sich Computer mit Hilfe eines TV-Empfängers im USB-Stick fernsehtauglich machen. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

Erfreulicher Nebeneffekt: Die Gerätesoftware macht den Rechner meist noch zum digitalen Videorekorder. Für 15 bis 30 Euro sind interne Karten mit analogem Kabel-Tuner oder Tuner für digitales Antennenfernsehen (DVB-T) erhältlich. In dieser Preissparte starten auch die populären DVB-T-USB-Sticks. Sie sind besonders interessant für Notebook-Besitzer, die ihren Rechner zum mobilen Fernseher machen wollen. Für den zusätzlichen stationären Betrieb an der Kabeldose gibt es auch DVB-T-Sticks mit analogem Kabel-Tuner. Für diese sogenannten Hybrid-Sticks werden rund 40 Euro fällig. Hybride PC-Steckkarten kosten ebensoviel.

In einem ähnlichen Preisbereich liegen Steckkarten oder Boxen, die das digitale Satellitenfernsehen DVB-S auf den Monitor zaubern - auch sie gibt es als Hybrid-Version mit analogem Kabeltuner. Per DVB-S kommt in Deutschland immer noch das größte Angebot an digitalen TV-Programmen ins Haus. Mit mindestens 60 Euro schlagen die selteneren Karten für das digitale Kabelfernsehen DVB-C zu Buche. Auch Adapter, die das hochauflösende Fernsehen der Zukunft unterstützen, gibt es längst. Sie kosten sowohl bei Kabel- als auch bei Satellitennutzung mindestens 70 bis 80 Euro. Allerdings ist das Angebot an HD-Sendungen klein.

Der Zusatz HD oder HDTV im Produktnamen weist Karten, Sticks und Boxen in der Regel als kompatibel zum hochauflösenden TV aus. Bei Sat-Karten sollten Käufer auch auf das Kürzel DVB-S2 achten. Diese Weiterentwicklung des DVB-S-Standards ist zwar keine Voraussetzung für HDTV, kommt diesem aber durch gesteigerte Datenraten entgegen. Während es noch keinen Standard für DVB-C2 gibt, steht die Einführung des weiterentwickelten DVB-T bevor: «Es ist geplant, HD-Angebote, die die DVB-T2-Spezifikation nutzen, nicht später als Anfang 2009 einzuführen», heißt es beim Digital Video Broadcasting Project in Genf.

Für Nutzer, die nur ein Notebook mit der alten und langsamen USB 1.1-Schnittstelle besitzen, gibt es alternativ auch TV-Karten zum Einschieben in den PC-Card-Schacht. Einige Boxen bringen auch einen Firewire-Anschluss mit. Von teureren Karten, Sticks und Boxen mit integriertem MPEG-2-Decoder-Chip rät die Zeitschrift «c't» ab: «Aktuelle PCs dekodieren die DVB-Signale ohne Probleme, die vermeintlich besseren Modelle lieferten in Tests ein schlechteres Bild und erwiesen sich als unflexibler.»

TV-Wunder sollte unterdessen gerade von den USB-Sticks niemand erwarten. Die Stiftung Warentest in Berlin hat zwei Sticks exemplarisch getestet. Bei der Bildqualität kamen sie nicht über ein «Befriedigend» hinaus. Mit «gut» bewertet wurde der Ton. Die Einrichtung sei leicht: «Die Software für die kleinen Empfänger lässt sich für geübte PC-Anwender einfach installieren», so das Urteil.

Fast immer unterstützt die mitgelieferte Software Aufzeichnungen. Hersteller bewerben diese Funktion meist mit dem Kürzel PVR (Personal Videorecorder). Oft ist auch das praktische zeitversetzte Fernsehen (Time Shift) möglich. Eine Sendung kann dabei beispielsweise gleichzeitig aufgenommen und schon wiedergegeben werden.

INFO: Das Handy als Bluetooth-Fernbedienung

Wenn eine TV-Karte ohne Fernbedienung kommt, können Handys mit Bluetooth-Funk wertvolle Dienste leisten. Voraussetzung ist die Bluetooth-Fähigkeit des Rechners und entsprechende Software. Sony Ericsson beispielsweise stellt für seine Handys im Internet das kostenlose Tool Bluetooth Remote Control zur Verfügung. Damit lässt sich das Handy als Fernbedienung für beliebige Programme auf dem Rechner konfektionieren.


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